Bologna – Misere Montag, Jun 15 2009 

Wie in Jenas “führender Hochschulzeitung” Akrützel gerade wieder berichtet wurde, ist das Thema Bologna – Prozess und Bachelor- als auch Masterstudiengang ein rotes Tuch für Studierende und solche, die es vor kurzem waren.
Im Allgemeinen wird kritisiert, dass das Studieren an sich nicht mehr selbstbestimmt und halbwegs frei, sondern sehr stark verschult wird. Für bestimmte kritische Bereiche, wie zum Beispiel ganz stark die Geisteswissenschaften mit dem Magister, aber auch die Naturwissenschaften an den Unis, ist diese Umstellung auch stark problematisch, weil eine Kernforderung der Umstellung ist, dass Module erst dann begonnen werden dürfen, wenn bestimmte Vorgängermodule schon abgearbeitet sind.

Jedoch obliegt die genaue Umsetzung der Hochschule an sich, und wird durch eine Akkreditierungskommission bewertet und für gut befunden (oder auch nicht). Jetzt frag ich mich aber, warum an einer FH das Modulsystem problemlos passt, und auch nachfolgende Module angefangen werden können, ohne dass die vorherige Prüfung schon bestanden wurde? Warum musste denn zum Beispiel die FSU Jena diese Folgebedingung in der striktesten Art und Weise einpflegen, die man sich hätte denken können? Eine Regelung: “Prüfung darf erst geschrieben werden, wenn Prüfung vorher bestanden” hätte doch gereicht, oder nicht? Nein, wenn die Prüfung nicht bestanden ist, kann man gleich das nächste Modul vergessen, weil man sich nicht anmelden darf.

Eine günstige Regelung erscheint mir, dass es feste Zeiträume für Wiederholungsprüfungen gibt, wer dann nicht besteht, fliegt. Wenn man an Beispielzeiträume von ca. 6 Wochen oder 8 Wochen denkt, sind drei oder vier Wiederholungsprüfungen in einem Semester drin, dann kann geext werden. Damit werden Studierende, die nicht willens oder fähig sind, frühzeitig gesiebt, aber diejenigen, die lediglich einen schlechten Tag hatten, werden verschont. Und können trotzdem noch das Studium in der Regelstudienzeit schaffen.
Womit wir bei dem nächsten Problem der FSU sind. Durch die getroffene Regelung wird der prozentuale Anteil der Studierenden, die das Studium in der Regelstudienzeit abschließen rapide sinken. Das bedeutet aber für die Hochschule, dass sie in Rankings an Plätzen verlieren wird. Vorrausgesetzt, dass andere Hochschulen eine bessere Regelung getroffen haben. Da aber angehende Studierende ihren Standort oft nach Rankings aussuchen, und die Legitimation einer Volluni auch durch die Anzahl der Studierenden bestimmt wird, und die Finanzierung leichter wird, wenn man aufgrund der Studierendenzahl mehr Gewicht hat, wird es für die Uni in Zukunft schwer, ihre Position zu verteidigen. Zumal diese Situation durch die vergangenen Kommunalwahlen und kommenden Landtagswahlen sich nicht verbessern werden dürfte. Denn man kann davon ausgehen, dass die jetzige Landesregierung wiedergewählt wird: die Ankündigung von Studiengebühren in Thüringen ist längst durch, und die mindestens 5 jährige Vorbereitungsfrist, die von einem Oberverwaltungsgericht für die Einführung von Studiengebühren festgelegt wurde, ist seit der letzten Wahl auch schon verstrichen. Die gewaltsame Einführung von Verwaltungsbeiträgen, um auf dem Rücken der i.A. schlecht verdienenden Studierenden Geld in die Landestaschen zu spülen bestätigt eine feindliche Position der jetzigen Landesregierung ggü. kostenlosem Studieren.

Die prekäre Situation der Hochschule nur aufgrund einer einzelnen Regelung, die man hätte leichter auslegen können.
Jedoch sind viele Abgänger und Bedienstete der Volluni noch immer in traditionellem Standesdünkel behaftet, und können die Besserungen, von einer “minderwertigen” FH (ggü. der Uni) nicht ohne Bedenken annehmen, d.h. man versucht auf Krampf ein besseres System einzuführen, auf dem Rücken der Studierenden.
Die auch noch durch ein solches System erfolgreich an der Teilnahme an Protestaktionen gehindert werden, denn man hat ja so schon kaum Zeit zum studieren, geschweige denn für andere Aktivitäten oder Selbstfindung. Die Attraktivität Deutschlands als Wissenschaftsstandort nimmt weiter ab, unser so hochgelobtes Magistersystem (in anderen Ländern wurden deutsche Magister in Geisteswissenschaften mit Kusshand begrüßt, weil sie eben analytisch und freier denken konnten, als durch verschulte Systeme wie z.Bsp. in Italien gebildete) wird aufgrund von Konkurrenzdünkeln in der Europäischen Union geopfert, um einheitliche Standards zu schaffen. Wobei die Austauschbarkeit des Studienortes und die Freizügigkeit der Studierenden, wie durch verschiedene Studien belegt ist, dabei noch mehr eingeschränkt wurde, als vorher die unterschiedlichen Systeme zuließen.

jedesmal aufs neue Montag, Mai 18 2009 

ich frag mich, wann sich vernünftige Diskussionen auch unter Politikern durchsetzen?!

Siehe: Link

Übrigens bin ich der Meinung, dass Butter verboten werden sollte, als auch Mischbrot und Schweinehacksen, weil A. Hitler sie auf seinem Abendbrotstisch bzw. in seinem Kühlschrank hatte!

Ehrlich jetzt mal. Denkt doch mal bitte über Kausalität nach.

Frei nach S. Lem:

“Jeden Abend, wenn ich an meinem Abendbrotstisch sitze, geht die Sonne unter! Ah! D.h. weil ich am Abendbrotstisch sitze, geht die Sonne unter!”

Ideenanschübe Mittwoch, Apr 29 2009 

Bei der Bahn wird ja seit geraumer Zeit darum gestritten, wie sie denn nun an die Börse zu bringen sei. Ich favorisiere, aus Gründen der Chancengleichheit und sinnhaftigkeit und Sicherstellung der Funktion des Schienennetzes einen Börsengang der Bahn ohne dieses.
Jetzt haben die Diplomaten der EU-Staaten ein Gesetzespaket auf den Weg gebracht, dass die Regulierer der einzelnen Staaten für den Telecom – Sektor zusammenfasst, unter einer EU – Aufsichtsbehörde (Berec genannt – ein Akronym). Ich bin ja auch hier für eine Trennung der Provider von den Netzen, denn dann können für alle die gleichen Bedingungen erzeugt werden, und der am besten wirtschaftende Anbieter kann auch das beste Produkt für den Kunden bereitstellen.
Wenn es sowieso eine Regulierungsbehörde für jeden Markt gibt, in dem ein ehemaliges staatliches Unternehmen monopolartig fungiert und entscheidet, dann könnte man doch da gleich die Netze zusammenfassen. Diese Behörden könnten auch die Forderung nach Breitbandanbindung der ländlichen Gebiete ohne Hintergedanken erfüllen, und die abgelegeneren Orte könnten trotzdem sie vielleicht nicht mehr so viele Einwohner haben, trotzdem von regelmäßigem Bahnverkehr profitieren.
Ohne dass es die Gemeinden unverhältnismäßig mehr Geld kostet, alle wären zufrieden… was für eine heile und schöne Welt das geben könnte…

aber das Leben verläuft ja nunmal nicht im Konjunktiv ;-)

hf

R’hastus Khal

das Leben im Konjunktiv Dienstag, Apr 14 2009 

Wenn alle Politiker könnten, wie sie wollten, dann gäbe es wohl schon seit längerem keine Presse-, Versammlungs- und Redefreiheit mehr. Ich bin einmal mehr darüber gestolpert, was unsere ach so stabile “Die Mitte” – Partei täte und durchsetzte:

nachlesen

Bei dieser netten und wendehälsigen, mitunter Führungslosen, Partei gibt es anscheinend mehrere Grenzgänger, die bestimmte Grenzen des guten Geschmacks und des Sinnvollen Umgangs miteinander ausloten, um bestimmte Voraussetzungen zu schaffen, die vor nicht allzu langer Zeit einmal dazu führten, das DLand sich für einen Teil seiner Geschichte schämen und Brandmarken lassen musste.
Eigentlich dachte ich, dass die Bildung, zumindest vor Pisa, noch auf einem Niveau war, dass man wenigstens diesen Teil der Geschichte verstanden hat, und daraus lehren ziehen kann…

Aber noch ist ja nichts entschieden, und ich kann mir einige Personen vorstellen, die Menschen in langen Roben in Karlsruhe eine Weile damit beschäftigen…

Zum Glück verläuft das Leben nicht im Konjunktiv!

unglaublich… Donnerstag, Feb 26 2009 

Jetzt hab ich es tatsächlich geschafft…

Ich hab das Notebook, welches sich die Eltern meiner besseren Hälfte bei einem Namhaften Discounter in D-Land gekauft haben, zum Absturz gebracht, und hab es auch nicht wieder hinbekommen, denn zerstörten List-Sektor der Systempartition wieder herzustellen.
Kurzum, ich hab das System (Vista) neuinstalliert…
so weit, so gut. Dummerweise funktioniert alles, außer dem anscheinend von ihnen meist genutzte Gerät, die Webcam, nicht mehr. Und ich schaff es auch nicht, den Vista-internen Treiber durch den eigentlich richtigen zu ersetzen, weil einerseits, bei der Treiberaktualisierung, sagt er, der Treiber ist schon der aktuellste. Und andererseits, wenn man den Treiber installieren will (manuell), sagt er, dass er die Cam nicht finden kann…
Wie kann das denn sein? Ein Baugleiches Notebook in derselben Familie, bei dem das Betriebssystem nicht neu aufgesetzt wurde, funktioniert alles mit GENAU DEM TREIBER!!!
Man merkt, wie sauer ich dabei werde.
Auf jeden Fall bestätigt es meine Meinung, nur bei guten PC und Notebookherstellern einzukaufen. Ich favorisiere ja den im Moment weltweit führenden Hersteller, zumindest für Notebooks…

[Nachtrag]
Hab natürlich, wie sich das gebührt, auf der Herstellerseite (nicht Verkäufer) nach einer Lösung gesucht. Prinzipiell nur die FAQs gefunden, und die haben nicht geholfen. Nagut, dann füll ich halt das Anfrageformular aus.
Und was passiert, ich bekomme erst ZWEI Tage später eine Computergenerierte Mail, die mir die FAQs nochmal zuschickt, und sagt: “falls mir die Mail nicht geholfen hat, möge ich doch bitte über den Antwort-Button mich nochmal melden, dann würde mir geholfen werden”

wtf? Erklären die mir gerade, wie man Mails beantwortet? Und haben die mir gerade eine Kopie der einzigen Antworten auf ihrer Website geschickt, was für mich ja keine neuen Infos sind, OHNE zusätzliche Infos, und meinen damit wäre es getan? Warum bitteschön füll ich einen ServiceRequest aus, an dem ich theoretisch meine kompletten, für Werbung relevanten Daten angeben muss, aus? Damn, wenn die mir jetzt keine Antwort geben können, stell ich denen meine Arbeitszeit in Rechnung, das kann ja wohl nicht sein…

Kleinweich… Montag, Feb 23 2009 

Hmm, ich frag mich, wofür bestimmte Anbieter von Software eben jene entwickeln? Wenn ich eine Software von einem Anbieter nutzen möchte, dann sollte die möglichst viel können, auch von anderen Formaten, die ähnlich sind. Damit ich sie möglichst universell einsetzen kann, und nicht 6 Programme für 6 ähnliche Anwendungen brauche.
Was an diesem Ansatz hat Microsoft denn jetzt nicht verstanden? Alle Jahre wieder werden die Nutzer von Microsoftprodukten gezwungen, minderwertige Software zu benutzen, die nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten entsprechenden Produkten anbietet.
Bestes neuestes Beispiel ist der IE8:

Schaut man sich dagegen die Entwicklerversionen anderer Browser-Anbieter an, ist der Abstand sogar noch größer. Die Entwicklerversionen von Opera, Google Chrome und Safari kommen auf 100/100 Punkte und die Testversion von Firefox auf 93/100 Punkte. Hier müssen die IE-Entwickler in Zukunft massiv nachlegen, wenn sie in diesem Segment noch mitmischen wollen. Eine politische Einschränkung sei nicht verschwiegen: Bislang hat Microsoft „programmatisch“ jede SVG-Unterstützung vermieden (unter anderem wegen der hauseigenen Vector Markup Language, VML), sodass es logisch erscheint, dass der IE8 hier keine Punkte erzielt.

Rest des Artikels

Da ist doch wieder mal klar, dass Microsoft sich auf Kosten der Nutzer gegen die Konkurrenz durchsetzen will. Dass Sie sich damit aber eigentlich ins eigene Fleisch schneiden, wie am IE5.5 und IE6 und diversen anderen Programmen zu sehen, begreifen sie anscheinend nicht. Dabei wäre es so einfach, eine Marktbeherrschende Stellung ohne größere Anstrengungen zu halten, wenn man Packpferde für alles erstellen würde, und somit der Nutzer vollends zufrieden sein würde. Dann würden diese auch nicht nach rechts oder links schauen, ob es bessere Alternativen gäbe…
Prinzipiell hab ich ja nichts gegen Microsoft, außer dass sie keine gute Arbeit leisten… ;-)

hihihi…die Werbung macht’s Mittwoch, Feb 18 2009 

Kein Wunder, dass er gewonnen hat…

You know you make me wanna shout… Samstag, Feb 14 2009 

through your haands up and – shout – shubidubiduwhap – duwap – duwapwapwap…

Ach ja, es geistert auch am Tag danach durch meinen Kopf…
wovon ich schreibe? Achja, hmm.

Ich hab mich sozusagen als “DJ” betätigt, und eine Art Disco auf der jährlich üblichen Faschingsfeier im Roten Hirsch, hier in Jena, veranstaltet! Das heißt, dass ich meine Rechentechnik von zu Hause mal wieder irgendwo hin transportiert habe, aufgebaut habe, und dann mit Winamp alle möglichen ü40 oder ü50 – kompatiblen Lieder, die ich so hab, abgespielt habe.
Da ich – neben der HipHop – Manie bezüglich guten HipHops aus meist vergangenen Zeiten – auch sehr gerne Musik aus noch viel vergangeneren Zeiten höre, kann ich die meisten Geschmäcker bedienen. Sofern ich weiß, was diejenigen, die da auf der “Tanzfläche” sind, mögen.
Und das ist nicht einfach, wenn da auf einmal Publikum u30 rumstürtzt, und Mia oder “die Biene Maja” hören will. Zugegeben, bei der Biene hab ich mich schon geärgert, dass ich die nicht hab. Denn das Lied ist schon sehr cool. Auch wenn man es nicht all zu oft hören kann. Bei Mia ist das was anderes. Ich mag solche teils melancholischen, teils manischen Lieder mit ganz komischen Harmonien nicht so richtig. Ich werd damit einfach nicht warm. Deshalb befindet sich so etwas auch aus Prinzip nicht in meiner Musiksammlung. Ich speicher ja schließlich nur das, was ich auch hören würde – manches zwar öfter, aber einige Sachen müssen echt nicht sein.
Naja, neben diesen Kleinigkeiten ist es mir wohl ganz gut gelungen, die Tanzfläche zu füllen, auch wenn ich nicht der perfekte DJ bin. Aber welcher ist das schon?! Wart Ihr schon einmal auf einer Party, auf der Ihr mit dem DJ vollends zufrieden wart?

Naja, nächstes Jahr wird wohl trotzdem der Nachwuchs ran müssen. Ich mach das ja jetzt schon das 4te Jahr in Folge, so langsam reicht’s… es wird nämlich so langsam redundant, meine Musiksammlung ändert sich ja in der Richtung nur gaaanz (gääähn) langsam.
Andererseits gibt es ja auch keine neue Musik aus der Zeit, gell? ;-)

Also, bis denne, der “DJ” des Hirschs.

Achso: Das Motto der diesjährigen Faschingsveranstaltung war aus gegebenem Anlass: Sicherheit inclusive Nacktscanner am Eingang!
Und zusätzlich wurde auch das 500ste Geburtsjahr des Hauses als Gastwirtschaft gefeiert, deshalb der Wahlspruch:

“Narren auf Pirsch – God save the Hirsch” – inclusive umgedichteter Hymne…

…und sah manche meiner großen Helden… Dienstag, Feb 10 2009 

mit dem Kopf nach unten an mir vorbei treiben.

Schade, ich hab gerade ein Lied von Dynamite Deluxe vom Album TNT gehört (www.last.fm – alles legal ;-) )
Naja, man kennt ja die halbwegs erfolgreichen Lieder von Dynamite – grüne Brille, weck mich auf, etc. – aber das hier hat nichts mehr mit den bekannten Tracks von damals zu tun. Das an sich wär ja jetzt nicht so schlimm, denn (fast) jeder Künstler hat ja den Anspruch an sich, sich weiter zu entwickeln. Aber wenn diese Weiterentwicklung bedeutet, dass man nur noch Styles von anderen kopiert – nein danke!
Sam klingt in diesem Stück wie eine Mischung aus Kool Savas und Bushido…

Savas mag einer der besseren Battle – Rapper sein, aber im Allgemeinen kann ich seine Musik nicht leiden. Das ist künstlerisch eher wenig wertvoll, da sind andere wesentlich besser. Nur durch Slang – Sprache und verstellen der Stimme ist man kein guter Rapper und deshalb kann ich nicht verstehen, wie Sam sich auf dieses Niveau herablassen kann. Jedenfalls bin ich von “Deutschlands wickedest MC” sehr enttäuscht, und hoffe, dass das ein Ausrutscher war.

Hamburg hat für mich Deutschlands HipHop – Kultur entscheidend geprägt, und Sam hat da mitgewirkt. Aber es wird anscheinend Zeit für eine neue Generation. Und ich hoffe, die Orientiert sich nicht an Savas und co aus Berlin, sondern eher an Größen wie Dendemann, Blumentopf, Die Firma, Stieber Twins, Curse, Main Concept, Deichkind und vielleicht noch Freundeskreis…

50% der Marktwirtschaft ist Psychologie! Dienstag, Feb 10 2009 

(Ludwig Erhardt)

Da hat er Recht. Bedingt. Ich bin ja der Meinung, dass 60% Psychologie sind, und weitere 30% Meinungsmache, und die restlichen 10% sind gerade einmal Zahlen…

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