ich war ja schon immer der Meinung, nachdem die Krise letztes Jahr erfolgreich zuschlug, dass Deutschland eine schwarz-gelbe Regierung wählt. Ich war auch der Meinung, dass das das schlechteste für das Land sein wird.
Wenn man über die Ereignisse während der Koalitionsverhandlungen und dem jetzigen Geschacher um die Entlastungen zusieht, kann einem nur Anst und Bange werden, um unseren schönen Staat. Wir, die wir uns eigens (mit Hilfe der Amerikaner) aus der Krise zogen, und ein Wirtschaftswunder erlebten, dass sich die Briten nur so die Augen rieben, müssen jetzt unbedingt wieder lernen, was es heißt, wenn unfähige Menschen das Land regieren, und so machtbesessen sind, dass sie Angst davor haben, unbequeme Entscheidungen zu treffen.
Anscheinend ist es das Schicksal einer jeden von Menschen-Kopf erdachten Staatsform, dass einige wenige so viel Macht erlangen, dass Sie den Rest nach Gutdünken lenken können. Mag die Verfassung anfangs auf gutem Willen und der Hoffnung nach einem besseren Leben getrieben worden sein, wurde sie bald darauf von findigen Menschen untergraben, und zum eigenen Vorteil genutzt. Das an sich wäre ja nicht so schlimm, wenn dabei nicht das gesamte System vor die Hunde gehen würde.
Auch wenn der Autor dieses Artikels nicht in allen Punkten Recht hat, so ist die Analyse der wirtschaftlichen Situation und die Hasenängstigkeit der Politiker vor der großen bösen Giftschlange á la Ackermann doch ziemlich zutreffend. Und es wundert, dass man sich auf „große Politiker“ wie Ludwig Erhard beruft, und trotzdem eine so schwache Politik macht, wie seinerseits ein Herr Kohl, der durch Wählergeschenke und Aussitzen rekordhaltige 16 Jahre an der Macht war.
Vielleicht sollten wir uns auf Politker stützen, die sich keine ehemaligen Vorbilder mehr zum Vorbild nehmen, sondern sich an den politischen Wirklichkeiten orientieren. Aber das ist ja unbequem, denn einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul… ja, auch so herum kann ein Spruch verstanden werden.
One Response »