Drääsd’n Montag, Mär 10 2008
politisches 11:15
Jaja, die Dresdner, und Ihr Volksentscheid…
Soweit, wie ich mich erinnern kann, ist der erste Dresdner Volksentscheid, für eine weitere Elbquerung, schon eine Weile her. Als die Stadt nun endlich die Pläne aufgreift, und das Ganze umsetzen will, fährt Ihr natürlich unglücklicherweise die UNESCO dazwischen. Ist natürlich blöd, das die wichtigen Geldgeber für den Erhalt des Status - Quo im Elbtal sind.
Nichtsdestotrotz wird im Elbtal angefangen, eine Brücke zu bauen, obwohl ein weiteres Volksbegehren sich dagegen ausgesprochen hat. Da sind wir wieder bei der ach so ungeliebten Demokratie (siehe unten)
Jedenfalls würde ich als freier Jurist, der sonst wenig zu tun hat (siehe Abmahnungen wegen bestimmten Vergehen im Internet, u.a. EBay), ein Verfahren wegen Verdachts auf Vorteilsnahme etcpp. anstrengen. Ich weiß, keiner wird das machen, weil der Jurist davon kein Geld sieht. Aber trotzdem. Ich empfinde es als äußerst verdächtig, wenn eine Stadtregierung so mir nichts dir nichts ein Volksbegehren beiseite wischt, und schnellstmöglich anfängt, eine Brücke in ein Kulturerbe hineinzubauen, und sich vor allem selbst einer Menge Geld zu berauben… nicht zu vergessen den Imageschaden für die Touristenstadt als auch für die Stadt an sich, deren Bürger sich eigentlich durch die Handlungen ihrer Oberen beschämt und benutzt fühlen müssten. Ich würde einem solchen Stadtrat in der nächsten Wahl meine Zustimmung entziehen, egal, welcher Partei er angehört.
Tja, dumm nur, dass der gemeine Bürger sich durch Wählergeschenke von den wichtigen Einschnitten in seiner Umgebung zu sehr ablenken lässt. Das gilt jetzt wiederum für ganz Deutschland. Siehe Ära Kohl, und, mit Abstrichen, auch für die Ära Biedenkopf. “König” Kurt hat zwar viel bewegt in Sachsen, aber der Sumpf in Juristerei und Polizei, von dem Anfang letzten Jahres noch die Rede war, kommt ja auch nicht von jetzt auf gleich.
Jaja, die Politik und die Wirtschaft…
R.K.
3 April 2008 um 11:15
jaja…die gute alte waldschlößchenbrücke. Das Problem ist ja eigentlich die Unesco die jegliche Infrastrukturelle Entwicklung einer Stadt blockt nur weil ein gebiet unter Weltkulturerbe steht. Dann dürfte auch der Dom in Köln kein Weltkulturerbe sein weil direkt angrenzend sich Plattenbauten der übelsten Sorte befinden. Zumal mir auch nicht bekannt ist, dass durch den Titel irgendwelche Gelder von der UNESCO in die Stadt fließt. Es ist halt eher ein touristisches Aushängeschild.
naja…aber nun wird der bau sabotiert. die fensterscheiben der baumaschinen werden mit grafitti zugesprüht und in den beton wird irgendwelches zeug reingekippt das der nicht aushärtet. das thema ist noch nicht vom tisch