„…that the policestate began…“ Freitag, Jun 20 2008 

„…but I think it depend’
on what’s really going on,
what’s happenin’…“ (Black Thought from The Roots; „Guns Are Drawn“ from Album „The Tipping Point“)

Worauf ich hinaus will?
Tja, eigentlich auf den Polizeistaat, mit der Frage aus ebenjenem zitierten Lied:

„What You gonna do, when the guns are drawn…?“

Denn ich musste sofort an das erste Zitat oben denken, als ich den Artikel über die „Monsterbehörde“ auf tagesschau.de las. Lest es Euch durch, denn bald ist einer der Gründe, nicht aus Deutschland nach England oder Amerika zu ziehen, hinfällig. Dann wird, zumindest sicherheitspolitisch, Deutschland nicht mehr viel von der sogenannten Supermacht unterscheiden, außer vielleicht die Höhe der Summen für’s Militär…

R.K.

Presse und Demokratie Freitag, Jun 13 2008 

Ich will meinen Gedankengang aus dem vorherigen Post gleich mal publik machen (ich hab heute einen politischen Tag)

Also:
Folgendes Szenario zog mir durch den Kopf:

Wir alle kennen doch das „Schundblatt“ mit den großen Überschriften! Stellt Euch vor, diese Zeitung würde weiterhin immer negativ über die politischen Vorgänge berichten, und, um mitzuhalten, würden die anderen Zeitungen ebensolche Wege einschlagen. Stellt Euch vor, die Mehrheit der Bevölkerung wird dadurch radikalisiert, und ist mit dem Vorherrschenden System und den Regierenden Personen unzufrieden.

Die Explosivität einer solchen Entwicklung liegt ja eigentich auf der Hand. Es braucht nur noch einen mittelmäßigen Rhetoriker, der die richtigen Worte findet, und sofort wird dieses System abgeschafft, weil entsprechende Parteien es einfach haben würden, grundgesetzändernde zwei-drittel-Mehrheiten zu erreichen.

Nun ja, was soll ich sagen, das ist ebenso kontraproduktiv für die Journalisten und Zeitungen, denn bekanntlich haben totalitäre, oder sagen wir etwas verallgemeinernder, nicht – demokratische Systeme etwas gegen freie Berichterstattung! Insofern kann das Streben nach Beachtung durch negative Schlagzeilen ein Boomerang für die freie Presse sein.

Ich hoffe, ich habe es so rübergebracht, wie ich es vorhin meinte.

R’hastus Khal

hin oder her zum zweiten Freitag, Jun 13 2008 

Der ungeliebte Wille des Volkes:

Irland hat die EU einmal mehr zum Straucheln gebracht. Ich habe gerade gelesen, was auf der Insel westlich des großen Bruders an Engstirnigkeit so veröffentlicht wird. Ich habe heute früh schon in den Nachrichten gesehen, was für absurde Äußerungen zu diesem Thema gemacht wurden.

An sich ist es für eine Demokratie schon problematisch, wenn der Bürger das Vertrauen in die Regierenden verliert. Das ist, wie im Artikel von Ard.de schon gesagt, wahrscheinlich einer der Gründe, die für die Misere verantwortlich sind. Andererseits ist Brüssel mitunter sehr fern vom Bürger, und meistens wird nur über die schlechten Sachen berichtet, d.h. die EU hat auch noch ein schlechtes Image. Das ist der nächste Punkt, der von den Regierenden beeinflusst werden muss, und zudem müssen da auch die Medien angeprangert werden, weil immer alles schlecht geredet werden muss. (Das ist eine Idee für einen Post: Wie „demokratische“ Medien die Demokratie gefährden können)

Naja, aber zu den Iren:
Die Äußerungen der Sinn Fein Politikerin: „[...]Und das erfordert grundlegende Reformen, nicht nur dieses Herumbasteln an Kleinigkeiten[...]“ disqualifizieren sie als generöse und ordentlich logisch denkende Persönlichkeit. Denn, hätte sie das Reformwerk verstanden und würde anderen nicht nach dem Mund reden, hätte sie erkannt, dass in der Reform ein grundsätzlich wichtiges Element verankert ist, welches die Reformfähigkeit der EU extrem verbessert: Die Mehrheitsentscheidung!

Weiterhin ist den Iren, die aus Protest mit Nein gestimmt haben, zu sagen, dass dieses Verhalten öfter Kontra – produktiv ist. Dagegen sein kann ja prinzipiell jeder, es ist meist auch einfacher. Aber die Situation wird im Land nicht besser, wenn man alles neue und eine kleinere Verbesserung bringende ablehnt, weil man sich mehr wünscht.

Ich bin der Meinung, dass auf großer politischer Bühne mit kleinen Schritten und Ausdauer viel mehr zu erreichen ist, als das mit einem großen Reformwerk möglich wäre. Zudem man gesehen hat, was aus dem großen Reformwerk wird (siehe Frankreich, die vorherige Reform).

Ausserdem ist bekanntlich nichts Konstant, ausser der Veränderung! D.h. wer als Staat es nicht schafft, sich globalisierten Veränderungen und Einflüssen anzupassen, und mittel – bis langfristig seinen Vorteil aus der Situation zieht, der wird zurück bleiben, und dereinst ein Entwicklungsland direkt vor unserer Haustür werden. Insofern ist die EU auch eine (wirtschafts-)politische Absicherung der Staaten, die in Ihr weltpolitisch mehr Gewicht bekommen.

So far,

R’hastus

hin oder her – für und wider Freitag, Jun 13 2008 

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich diesen Post veröffentlichen möchte, oder ob nicht.

Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass man doch seine freie Meinung wird äussern dürfen, und ausserdem hoffe ich, dass mein kritischer Standpunkt offenbar wird. Ich wollte nur veröffentlichen, was mir dazu auf dem Herzen liegt!

Das Thema ist der Film von Geert Wilders:

Es geht eigentlich seit den Überlegungen, ob Afghanistan nun zu stürmen sei oder nicht, am Ende doch nur darum:
Ist der Islam böse, oder ist er es nicht?

Der neue Film von Geert Wilders, einem renommierten Rechtspopulisten, ist gefragt wie kaum etwas im Netz.
Ich gebe zu, auch ich habe, auf Drängen von Freunden hin, mir diesen Film zu Gemüte geführt.
Prinzipiell lässt sich erst einmal sagen, dass die Bilder sehr drastisch sind, und der Islam dabei schlecht wegkommt. Das ist teilweise „eigenes Verschulden“, andererseits die Meinung des Populisten Wilders, der seine Sicht klar äussert.
Ich bin der Meinung, dass das differenziert zu sehen ist. Die Welt des Islam ist prinzipiell so geartet, dass demokratische Strukturen existieren können. Wo aber die Religion sehr fest im gesellschaftlichen System verankert ist, wird das unterdrückt werden. Dieser Sachverhalt trifft prinzipiell auf (fast) jede andere Religion auch zu.
Man muss Wilders in mehreren Sachen kritisieren:
Erstens:
Die Darstellung musste nun nicht so drastisch ausfallen, um zu sagen, was er sagen wollte, wobei alles mehr oder weniger bekannte Bilder sind.
Zweitens:
Er verwendet Koranauslegungen, wie sie von Extremisten benutzt/ausgelegt werden. Das unterstützt zwar seine Postion, und hält dazu an diese Tendenzen in einem demokratischen Staat nicht zu tolerieren. Aber die Mehrheit der gläubigen Muslime, und ich denke da auch an die streng gläubigen, werden gemäßigtere Auslegungen lesen. Also kämmt Wilders zu sehr über einen Kamm, und differenziert zu wenig.
Drittens:
Er versucht die Menschen, die in den Niederlanden, oder Europa, o.ä. Ländern leben, gegen den Islam aufzuhetzen, indem er fragt: was passiert in der Zukunft? Die erste Reaktion ist totale Ablehnung, bei der Mehrheit der Zuschauer, was Wilders ja so auch beabsichtigt. Aber dieser Standpunkt hilft der westlichen Welt im Umgang mit dem Islam nicht. Wir können mit dem Islam als Ganzes, also alle Schattierungen, die er mitbringt, nur umgehen, indem wir ihn tolerieren / akzeptieren. Und das heißt auch, dass wir im Religionsunterricht, wo das gefordert ist, Islamunterricht geben müssen, geanuso, wie evangelischer und katholischer Religionsunterricht gegeben werden.

Nichts desto trotz sollten Menschen, die dem radikalen Islam anhängen, in Demokratien nicht geduldet werden. Wenn dieser Islam dieser Menschen mit der demokratischen Grundordnung in den jeweiligen Staaten nicht vereinbar ist, dann sollten sie dort für ihr antidemokratisches oder antigesellschaftliches Handeln (!!! nicht denken!) bestraft werden. Nach dem Gesetz, wie jeder andere, der das aus anderen Motiven tut, auch!

Die Bilder sind sehr gut dazu geeignet, durch Blendung eine radikale Sichtweise unsererseits in den Köpfen zu installieren. Ich bin der Meinung, dass allein schon der Umstand, dass er Rechtspopulist ist, dazu anhält, diesen Film mit Vorsicht zu genießen.

Übrigens möchte ich nocheinmal darauf hinweisen, dass „die drei Großen“ Religionen sich alle in der Hinsicht nicht viel nehmen. Die Israelis sind ebenso radikal anti – islamisch eingestellt, dass sie lange Zeit gar nicht auf die Belange der PLO und der Menschen im Westjordanland eingegangen sind. Selbst jetzt, nachdem ein Friedensprozess mal wieder in Gang gekommen ist, wird der Ausbau von jüdischen Siedlungen im Westjordanland forciert. Und die Christen… nunja, ich brauche ja nicht über die Kreuzzüge – mittelalterliche, als auch neuzeitige – zu reden.

So viel dazu,

R’hastus Khal

Wächst schneller, als man denkt! Montag, Jun 9 2008 

Da ich ja im letzten Post meinen neuen Haarschnitt nach dem Motto:

„Das ist das Modell: >Das wächst wieder nach<“

präsentiert habe, möchte ich heute anmerken, allerdings ohne visuellen Beweis, dass die Haare schon wieder ganz schön lang sind. Man benötigt schon wieder den richtigen Lichteinfall, um die Kopfhaut noch sehen zu können, ansonsten verdecken die Haare schon wieder sehr viel. Ausser an den üblichen Stellen am Kopf, wo einige Leute wie ich Narben haben…