noch eins aus der Scheibenwelt Dienstag, Mär 4 2008 

Ich hatte das unendliche Glück, von meiner Freundin bewichtelt zu werden, zu einem der üblichen Anlässe. Jedenfalls ist sie immer sehr aufmerksam, und hat sehr schöne Geschenkideen.
Dieses, pardon, letztes Jahr bekam ich in der Vorweihnachtszeit das Buch „Thud“ von Terry Pratchett geschenkt. Ich habe es gerade angefangen, und finde es, wie man im englischen so schön sagt (ohne auf die allseits bekannte Präsidentschaftskandidatin anzuspielen): „hilarious“.

Es geht um einen Mord, der in Ankh-Mopork (der „Hauptstadt“ der Scheibenwelt, oder zumindest der größten Stadt) unter Zwergen geschieht, zu allem Unglück in einer Zeit, wo ein Gedenktag für eine Schlacht zwischen Zwergen und Trollen ansteht. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Kommandeur der Wachen von Ankh-Mopork, der das zu allem Unglück, und um die Stadt in relativem Frieden zu halten, irgendwie aufdecken muss, wer das war, und denjenigen zur Rechenschaft ziehen soll.
Terry Pratchett glänzt mal wieder durch seine bestechend komische Sicht auf die kleinen Dinge, so z.B. das „Bluenose“, welches es ermöglicht, dem Benutzer durch einen kleinen „Imp“ eine Nachricht schnellstmöglich über die „Klackstower“ in der ganzen Scheibenwelt zu verbreiten. Wie gesagt, wunderschöne Anspielungen auf technische Neuerungen…

Ich bin noch ziemlich am Anfang, weil ich einfach nicht so oft zum Lesen komme, aber die Aufmachung der Geschichte an sich ist schon mal sehr schön, weiter so bitte!

der R.K.

Die faszinierende Beschreibung des idealen Staates Montag, Nov 12 2007 

Ja, ich habe das nächste Buch angefangen zu lesen. Ich bin, ob der ersten Zeilen, der Meinung, das schonmal probiert zu haben, aber jetzt werde ich es zu Ende bringen.
Dieses Mal habe ich mich der sog. „Weltliteratur“ zugewandt: „Gulliver’s Travels“ von Jonathan Swift, einem irischen Autor und, nebenbei, Pfarrer. Über Swift wird ja gesagt, dass er überzeugter Pazifist ist, und dabei auch noch Katholik, hmm, naja, auf jedenfall hat er seinem Werk einen „Brief“ vorangestellt, in dem sich ein Autor (ebenjener Gulliver) über die sogenannten „Yahoo’s“ in der Regierung und generell zu Hause aufregt…

Das erinnert mich doch an eine Firma… ob da jmd den Namen seiner Firma nach einem Weltroman benannt hat? Wenn ja, ist das ein schwerwiegender Fehler, weil Yahoo in eben jenem Werk negativ gebraucht wird. In erster Näherung.

Ich bin jedenfalls noch nicht weit, vielleicht im zweiten oder dritten Kapitel, nichts desto trotz hat Swift schon Anzeichen der Staatsform in Liliput gegeben. Er schreibt immer von „learned people“ oder „… Emperor, who is a renowned patron of learning …“ Jaja, da zeigen sich die Züge des aufgeklärten Absolutismus, oder, wie in England ja praktiziert, die konstitutionelle Monarchie. Ich bin gespannt, in welche Richtung das noch geht, da ich zwar prinzipiell weiß, wohin das ganze geht, aber das Werk als ganzes, ungefiltertes noch nicht wahrgenommen habe.

Ich denke, ich werde nochmal was nach dem Buch schreiben, um aufzuklären, in wie weit es langwierig, oder schwierig zu lesen ist. Und um meinem Leser meine Meinung aufzuzwängen ;-)

Schön umschrieben Mittwoch, Nov 7 2007 

Ich habe gerade gestern Abend das Buch „Going Postal“ von Terry Prattchett zu Ende gelesen! Ich bin total begeistert von seiner Art, aktuelle Dinge mitsamt Technik und Vorgängen drumherum in seine Scheibenwelt zu übertragen.

Als kleines Beispiel zum Finanzwesen:

Bei Finanzen geht es nicht um das Geld an sich, sondern darum sicherzustellen, dass es am Ende eines Regenbogens einen Topf voll Gold für jedermann gibt. Vorausgesetzt, natürlich, man geht nicht hin und sieht nach!

Und ein weiteres Beispiel zu Regen:

Es Nieselte, aber nicht den üblichen leisen, sondern einen Nieselregen, der umherwaberte, mit einem leichten Gewichtsproblem.

(Frei nach T. Pratchett)

Ich weiß, es ist ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen, aber ich finde, das umschreibt das Finanzwesen, auch in unserer Welt, sehr treffend! Also das Buch ist auf jeden Fall lesenswert.

R. K.