Das mittlerweile alljährliche große Konzert der Octavians, bei denen ich ja bekanntlich mitsinge, fand gestern wieder im Volksbad in Jena statt.
Die Vorbereitungen zogen sich über mehrere Monate hin, erzeugten sozialen Stress in meinem engsten Umfeld, und ließen mich leider auch eine LAN in B-Town verpassen…
Aber der Reihe nach:
Geplant wurde es schon seit letztem Jahr. Wir hatten ja vor einem Jahr im September das erste Konzert dieser Art, eben im Volksbad, um drei unserer damaligen Mitglieder zu verabschieden. Aufgrund des damaligen durchschlagenden Erfolgs (ich erlebte es das erste mal, dass sich vor einem Veranstaltungsraum eine Schlange bis raus auf die Straße an die nächste Ampel bildete), entschlossen wir uns schon damals, das zu wiederholen. Vielleicht entstand die Schlange auch dadurch, dass die Abwicklung der Ausgabe der Karten nicht optimal war, aber nichts desto trotz war es ein tolles Erlebnis.
Also setzten wir uns im März hin, und strichen aus unserem weit gestreuten Repertoire die Lieder zusammen, sodass am Ende 28 Lieder zu Buche standen, sowie gute 2 Stunden Musik auf die Ohren, von den Leuten, die sich von uns berieseln lassen wollen würden.
Da die Sponsorensuche nicht so erfolgreich war, waren wir darauf angewiesen, die Preise leicht über das Niveau anzuheben, welches wir gerne gehabt hätten. Deshalb hatte ich persönlich auch bis zu letzt Bedenken, ob es überhaupt voll werden würde (Neben den Bauchschmerzen, ob wir denn überhaupt halten können, was wir da so versprechen).
Der Sommer wurde dann auch im Wesentlichen dafür genutzt, das Programm in die Köpfe zu bekommen, was am Ende durch mehrere Wochenendproben erreicht wurde… eben der letzten dieser Proben fiel die LAN Party zum Opfer, die Probe wurde tatsächlich einen Tag vorher festgelegt, bevor ich mich entschloss, auf die LAN fahren zu wollen… tja, Pech gehabt.
Nachdem dann auch noch eine rudimentäre Choreographie in den Ablauf des Konzerts integriert wurde, die das gesamte Konzert dann etwas in Richtung Slapstick – Comedy driften ließ, hieß es dann: Pforten auf, für die Massen!
Die kamen dann auch tatsächlich, wir waren am Ende gar gezwungen 20 Extrakarten auszugeben, damit alle, die wollten reingingen. Glück gehabt, dadurch wurde es lukrativ, und man kann mit fug und Recht behaupten, die Serie erfolgreich gestartet zu haben.
Das Konzert an sich war für die Beteiligten zwar anstrengend, aber auch sehr schön, es hat den meisten Spaß gemacht. Das Feedback aus dem Publikum war dementsprechend und grandios, was trotz kontroverser Stücke wie John Cage’s 4′33″ in der Adaption 2′21″ mit Klavier und Solist im dritten Teil.
Am Abend danach wurde noch mit einem ordentlichen Umtrunk in der Wirtschaft Zur Noll bis nachts um 3 inklusive weiterer exzessiver Gesänge der Erfolg des Unterfangens begossen.
Krönender Abschluss war das Sektfrühstück im traditionellen Café Stilbruch mittags um 12:00 Uhr des folgenden Tages.
Also, allen, die mit Vokalmusik etwas anfangen können, kann ich uns nur empfehlen





